Im Wiener Ringturm kannst du gerade eine Ausstellung über unbekannte Architektur in Böhmen besuchen.
Hast du schon einmal von Städten entlang der Moldau, der Elbe oder der Eger gehört? In der neuen Ausstellung „Unbekanntes Böhmen“ zeigen Fotos, Pläne und Texte viele spannende Bauwerke aus dem westlichen Teil Tschechiens. Manche dieser Schlösser, Synagogen und modernen Bauten sind fast vergessen – bis jetzt.
Die Kuratoren Adolph Stiller und Stephan Templ sind dafür 7.000 Kilometer durch die Region gereist. Sie wollen zeigen, dass Böhmen viel mehr ist als nur ein Ort in alten Geschichten. Es ist ein lebendiger Teil Mitteleuropas, eng verbunden mit Österreich und berühmten Namen wie Gustav Klimt oder Egon Schiele.
Die Ausstellung erzählt auch von schwierigen Zeiten: Unter der kommunistischen Herrschaft wurden 90 Synagogen zerstört, sogar mehr als unter der Nazi-Diktatur. Trotzdem sind einige dieser Orte erhalten geblieben und werden in Wien jetzt neu vorgestellt.
