Im Hamburger Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block hat ein Zeuge seine Sicht auf die Silvesternacht 2023/24 in Dänemark geschildert.

Was ist passiert? Ein Mann, der heute Jonathan G. heißt, hat vor Gericht ausgesagt. Er ist 35 Jahre alt und war früher Model und Fitnesstrainer. Er erzählte, wie er in der Silvesternacht 2023/24 dabei war, als zwei Kinder in der kleinen dänischen Stadt Gråsten während des Feuerwerks in ein Auto gezogen und nach Deutschland gebracht wurden. Er sagte wörtlich: "Wir waren aufgeregt und ein bisschen ängstlich." Ihm sei gesagt worden, die Aktion sei erlaubt und die Kinder müssten gerettet werden. Im Prozess geht es um den Vorwurf, die Hamburger Unternehmerin Christina Block habe eine israelische Sicherheitsfirma beauftragt, ihre zwei jüngsten Kinder von dort, wo sie beim Vater lebten, nach Deutschland zu holen. Block sagt, die Firma habe das ohne ihr Wissen getan.

Wer hilft? Vor Gericht arbeiten Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Anwältinnen und Anwälte daran, den Fall aufzuklären. Sie hören Zeugen an, prüfen Beweise und achten darauf, dass alle Beteiligten fair behandelt werden. Auch das Jugendamt und die Familien sind eingebunden, damit das Wohl der Kinder im Mittelpunkt bleibt. In solchen Verfahren gilt immer: Alle sind unschuldig, bis das Gericht etwas anderes entscheidet.