Ein heftiger Blitz hat in den Schweizer Alpen 97 Schafe getötet, die zum Schutz vor Wölfen eng zusammenstanden.
In den Bergen im Schweizer Kanton Wallis hat ein Blitz in der Nacht auf Freitag eine Herde von Schwarznasenschafen getroffen. 97 Tiere starben, rund 80 überlebten das Unwetter. Die Schafe standen in einem Nachtpferch, also einem eingezäunten Platz, in dem sie normalerweise schlafen. Die Kadaver wurden am Freitag mit einem Helikopter weggeflogen.
Schafzüchter Kilian Schnydrig erklärt, dass die Tiere sich dort versammelt hatten, um sich vor großen Raubtieren wie Wölfen zu schützen. Genau diese Enge wurde ihnen jetzt zum Verhängnis, weil der Blitz in die ganze Gruppe einschlug.
Für die Bauern ist der Verlust ein harter Schlag. Die Hälfte einer Herde zu verlieren bedeutet, dass die Betriebe Jahre brauchen, um sich davon zu erholen. Das Walliser Schwarznasenschaf gilt als lebendiges Kulturerbe des Kantons, und die Züchter stecken sehr viel Herzblut in ihre Tiere.
