Ein Museum in Berlin hat ein bronzenes Bild aus Belgien zurückgegeben, das Deutsche im Zweiten Weltkrieg gestohlen hatten.

Stell dir vor, jemand nimmt ein Erinnerungsstück aus deiner Stadt mit – und achtzig Jahre später kommt es zurück. Genau das ist jetzt in Belgien passiert. Das Deutsche Historische Museum (DHM) in Berlin hat ein bronzenes Relief an die Stadt Dinant zurückgegeben. Das Relief war Teil eines Denkmals, das an schlimme Ereignisse aus dem Ersten Weltkrieg erinnerte.

Das Werk hat der belgische Künstler Frans Huygelen ungefähr im Jahr 1927 geschaffen. Es gehörte zu einem Denkmal in der Stadt Dinant, das an die Erschießung von belgischen Zivilisten durch deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg erinnern sollte. Während des Zweiten Weltkriegs hat der deutsche Befehlshaber das Bronze-Stück 1942 mitgenommen. Danach lag es lange Zeit in Berlin – zuerst in einem Museum der NS-Zeit und später im Museum für Deutsche Geschichte der DDR.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 sind die Sammlungen verschiedener Museen zusammengeführt worden. Das DHM hat seitdem erforscht, woher bestimmte Stücke in seiner Sammlung stammen. Dabei haben Mitarbeiter alte Fotos und Postkarten mit neuen Bildern verglichen und so herausgefunden, dass das Relief aus Dinant stammt.