Die Berliner Stadtverwaltung sucht mit einer Software im Internet nach Wohnungen, die zu teuer angeboten werden, und schreibt den Vermietern dann einen Brief.
In Berlin gilt eine Mietpreisbremse. Das bedeutet: Wenn du eine Wohnung mietest, darf die Miete meistens nicht mehr als zehn Prozent über dem liegen, was in deinem Stadtteil normal ist. Es gibt aber Ausnahmen, zum Beispiel für ganz neue Wohnungen.
Die Senatsverwaltung für Wohnen hat jetzt einen sogenannten Mietenscan gestartet. Ein Programm schaut sich automatisch Anzeigen im Internet an und prüft, ob die Miete zu hoch ist. Wohnungssenator Christian Gaebler (SPD) sagt: „Wir wollen mit dem Mietenscan die Vermietenden in den Blick nehmen und konsequent gegen Mietwucher vorgehen."
Im Juni wurden zum ersten Mal mehr als 7.700 Anzeigen untersucht. Dabei sind 2.100 Anzeien aufgefallen, bei denen die Miete wahrscheinlich zu hoch ist – das sind fast die Hälfte. Die Vermieter bekommen jetzt einen Brief und sollen ihre Miete überprüfen.
