Die bayerische Regierung will, dass ihre Computer nicht mehr nur von einem einzigen großen US-Konzern abhängen.
Stell dir vor, deine Schule würde für alle Computer nur noch Programme von einer einzigen Firma nutzen. Wenn diese Firma die Preise erhöht oder den Zugang sperrt, steht alles still. Genau das will Bayern für seine Behörden verhindern.
Digitalminister Fabian Mehring von den Freien Wählern hat deshalb ein Projekt gestartet: Rund 40 Mitarbeiter seines Ministeriums sollen bald mit einem „souveränen Arbeitsplatz“ arbeiten – also einem Computer, der ohne Microsoft-Programme auskommt. Dafür werden verschiedene deutsche und bayerische Software-Lösungen getestet.
Ursprünglich wollte das Finanzministerium unter der CSU sogar alle Behörden in Bayern mit Microsoft 365 ausstatten. Doch nach viel Kritik wurde dieser Plan gestoppt. Jetzt sucht die Regierung nach unabhängigen Alternativen.
Mehring sagt dazu: „Wir haben keine Zeit mehr, um wohlfeil über die Bedeutung digitaler Souveränität zu diskutieren – angesichts der geopolitischen Lage müssen wir aus dem Reden ins Machen kommen.“ Auf Deutsch heißt das: Es reicht nicht, nur zu reden – jetzt muss gehandelt werden, damit Bayern im Notfall nicht von Firmen aus Übersee abgeklemmt werden kann.
