Die österreichische Bank Bawag hat im ersten Halbjahr 2026 fast ein Fünftel mehr verdient als im Vorjahr und plant, damit eine große Bank in Irland zu kaufen.

Die Bawag hat in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 487,3 Millionen Euro Gewinn gemacht. Das sind 19 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2025. Der Gewinn kommt vor allem aus dem Geschäft mit Zinsen, also dem Geld, das Leute und Firmen der Bank für Kredite zahlen. Dieser Nettozinsertrag stieg um 7 Prozent auf 968,4 Millionen Euro.

Mit diesem Geld will die Bawag die irische Bank PTSB übernehmen. Der Kauf kostet 1,6 Milliarden Euro und wird komplett aus eigenen Mitteln bezahlt, also ohne neue Schulden. Eine wichtige Kennzahl dabei ist die CET1-Quote: Sie zeigt, wie viel eigenes Kapital eine Bank hat. Die Bawag liegt mit 17,4 Prozent weit über dem, was Aufsichtsbehörden verlangen.

Damit der Kauf wirklich klappt, müssen am 30. Juli auf einer großen Aktionärsversammlung von PTSB 75 Prozent der anwesenden Aktionäre zustimmen. Die Bawag hat sich bereits 57,5 Prozent der Anteile gesichert, die das irische Finanzministerium hält. Danach müssen noch die Aufsichtsbehörden ihre Erlaubnis geben. CEO Anas Abuzaakouk sagt, die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren.