Die EU erlaubt dem US-Investor Carlyle, einen Teil von BASF zu kaufen – aber nur, wenn er ein anderes Chemie-Geschäft wieder abgibt.
Stell dir vor, du willst dein altes Spielzeug verkaufen, aber jemand kauft auch noch das Spielzeug deines Freundes. Dann hätte eure Clique plötzlich doppelt so viel davon – das fänden die anderen vielleicht unfair. Genau so etwas hat die EU-Kommission bei einem großen Deal in der Chemie-Branche verhindert.
Der Chemie-Riese BASF aus Ludwigshafen will seine Lacke-Sparte verkaufen. Dazu gehören Autolacke und Oberflächen-Beschichtungen. Der Käufer ist die US-Firma Carlyle, ein großer Finanzinvestor. BASF soll dafür 5,8 Milliarden Euro bekommen. Der Deal wurde im Oktober 2025 angekündigt und ist jetzt von der EU erlaubt worden – aber nicht ohne Bedingungen.
Carlyle besitzt nämlich schon ein anderes Unternehmen namens Nouryon. Das stellt einen Stoff her, den man Polysulfid nennt. Polysulfid braucht man, um Dichtstoffe für Flugzeuge herzustellen. Es gibt auf der Welt nur zwei Firmen, die diesen Stoff herstellen können. Die EU fand das problematisch: Wenn Carlyle jetzt auch noch BASF Coatings kauft, hätte die Firma zu viel Macht auf dem Markt.
