Ein Schiff mit dem letzten radioaktiven Müll aus England ist auf dem Weg nach Deutschland und soll im stillgelegten Kernkraftwerk Brokdorf zwischenlagern.

Was ist passiert? Am Mittwochabend ist in Großbritannien ein Schiff mit den letzten CASTOR-Behältern aus dem Werk Sellafield gestartet. An Bord sind Überreste von Brennelementen, die früher in deutschen Kernkraftwerken genutzt und dann in England wiederaufbereitet wurden. Deutschland muss diese Abfälle laut internationalem Recht zurücknehmen. In den nächsten Tagen sollen die Container im stillgelegten Kernkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein ankommen und dort in einer Halle zwischenlagern, bis ein sicheres Endlager in Deutschland gefunden ist.

Wer hilft? Auf der einen Seite organisiert die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) den Transport und die sichere Lagerung. Auf der anderen Seite engagiert sich das Bündnis "Castor-Stoppen" und hat für Mittwoch, den 17. Juni, eine Mahnwache an der S-Bahn-Station Hamburg-Barmbek angekündigt. Auch entlang der möglichen Transportstrecke und am Kernkraftwerk Brunsbüttel wollen Menschen friedlich protestieren. So sorgen beide Seiten dafür, dass das Thema sichtbar bleibt und kritisch diskutiert wird.