Tausende Beschäftigte der Stahlindustrie haben am Freitag in Berlin und Völklingen demonstriert, weil sie um ihre Jobs und die Zukunft der Branche bangen.
Stell dir vor, dein Betrieb steht vor einer großen Veränderung: Die Produktion soll klimafreundlicher werden, gleichzeitig kommen billiger Stahl aus dem Ausland und die Energiekosten sind hoch. Genau das erleben Beschäftigte in der deutschen Stahlindustrie gerade. Deshalb hat die Gewerkschaft IG Metall zu einer großen Demonstration aufgerufen.
In Berlin sind am Vormittag Beschäftigte von rund 30 Stahlunternehmen aus ganz Deutschland vom Brandenburger Tor zum Bundeswirtschaftsministerium gezogen. Anschließend fand eine Kundgebung im Invalidenpark statt. Das Motto lautete: "Stahl hat Zukunft – bei uns!". Mitgereist sind rund tausend Teilnehmer.
Auch im saarländischen Völklingen, einem traditionsreichen Stahlstandort, gab es eine Parallelkundgebung mit mehreren Tausend Teilnehmern. Damit wollten die Beschäftigten der Bundesregierung zeigen: Die Krise der Branche betrifft viele Regionen im Land.
