Greenpeace schlägt Alarm: In burgenländischen Steinbrüchen wurde über Jahrzehnte Gestein mit Asbest abgebaut – die Aufräumarbeiten könnten extrem teuer werden.
Was ist passiert? In mehreren Steinbrüchen im Burgenland wurde seit 1990 Gestein abgebaut, das Asbest enthält – einen Stoff, der krank machen kann, wenn man die Fasern einatmet. Insgesamt geht es laut Greenpeace um rund 26 Millionen Tonnen Gestein. Ein Teil davon wurde auf Straßen und in Fundamenten verbaut, ein Teil landet früher oder später auf speziellen Deponien. Der Umweltchemiker Herwig Schuster von Greenpeace warnt: „Über Jahrzehnte wurde Asbestgestein aus dem Burgenland in Ostösterreich verteilt – viele Menschen haben es sogar im Vorgarten liegen."
Wer hilft? Greenpeace hat den Fall öffentlich gemacht und berechnet, dass die Entsorgung und Sanierung mindestens 1,6 Milliarden Euro kosten wird. Die Organisation fordert die Bundesregierung auf, Geld aus dem Katastrophenfonds bereitzustellen. Denn weder die betroffenen Firmen noch das Land Burgenland können die Summe alleine zahlen. Greenpeace schlägt vor, neue Deponien in den stillgelegten Steinbrüchen selbst zu bauen – das wäre sicherer und günstiger.
