Ein Prozess gegen einen Kärntner Arzt wegen grob fahrlässiger Tötung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit wurde am Freitag erneut vertagt.
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt macht den Mediziner mitverantwortlich für den Tod einer 14-jährigen Krebspatientin. Der Arzt hatte der Jugendlichen Infusionen mit Katzenkralle, einer Pflanze, verabreicht und Heilung versprochen.
Laut Anklage soll der Arzt durch die Verabreichung einer Infusionstherapie mit Katzenkralle in Kombination mit anderen Substanzen einen Herz- und Hirninfarkt bei der Patientin verursacht haben, der zu ihrem Tod führte. Ein zweiter Patient soll nach einer Behandlung durch denselben Arzt verstorben sein.
Der Arzt bestreitet die Vorwürfe. Zwischen 2007 und 2025 soll er durch die intravenöse Verabreichung seiner Essenzen das Leben und die Gesundheit von mindestens 6.550 Patienten gefährdet haben.
