Das Antifaschistische Bildungscamp findet heuer nicht am Peršmanhof in Kärnten statt, sondern am Turnersee – Grund ist ein umstrittener Polizeieinsatz aus dem Vorjahr.

Was ist passiert? Das „Antifaschistische Bildungscamp" ist eine Bildungsveranstaltung für junge Leute, die der Klub der slowenischen Studierenden in Wien jedes Jahr organisiert. 2026 sollte es wieder am Peršmanhof in Bad Eisenkappel in Kärnten stattfinden, einem Ort, der an den Widerstand slowenischer Partisanen gegen die Nazis erinnert. Doch daraus wird nichts: Das Camp zieht heuer an den Turnersee um. Das hat Markus Gönitzer vom Verein Peršmanhof der Zeitung „Kleine Zeitung" gesagt.

Warum der Ortswechsel? Im Juli 2025 hatte die Polizei den Peršmanhof über vier Stunden lang kontrolliert. Bei der Kontrolle soll es auch Handgreiflichkeiten gegeben haben. Eine Kommission des Innenministeriums hat den Einsatz später als teilweise rechtswidrig eingestuft. Die Behörden hatten als Grund für den Einsatz angegeben, dass Zelte falsch aufgestellt worden seien. Die Kommission fand aber, das sei nur ein Vorwand gewesen, um den Hof aus Gründen des Verfassungsschutzes zu durchsuchen. Gegen den Leiter des Einsatzes wird außerdem wegen Amtsmissbrauchs ermittelt.