Beim bundesweiten Anne-Frank-Tag machen Schulen auf Antisemitismus im Internet aufmerksam – und zeigen, was du dagegen tun kannst.

Was ist passiert? Am 12. Juni 2026 findet der Anne-Frank-Tag zum zehnten Mal statt. Anne Frank wäre an diesem Tag 97 Jahre alt geworden. Sie hat als jüdisches Mädchen im Zweiten Weltkrieg ein berühmtes Tagebuch geschrieben, bevor sie mit 15 Jahren im KZ Bergen-Belsen starb. In diesem Jahr machen so viele Schulen mit wie nie zuvor: über 126.000 Schüler*innen an 843 Schulen. Die Leiterin einer Anne-Frank-Bildungsstätte, Schnabel, warnt, dass im Internet immer mehr antisemitische und geschichtsrevisionistische Beiträge kursieren – zum Beispiel auf Instagram. Sie sagt: Antisemitismus tauche heute bei rechten, linken und islamistischen Gruppen auf, und deren Sprüche seien in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Wer hilft? Das Anne Frank Zentrum Berlin stellt Schulen kostenlose Lernmaterialien zur Verfügung. Lehrkräfte wie Kucharski an der May-Ayim-Schule in Berlin-Lichtenberg sprechen mit ihren Klassen über Ausgrenzung und Radikalisierung. Auch Organisationen wie der Zentralrat der Juden in Deutschland beobachten die Lage genau und berichten, wenn jüdische Gemeinden bedroht werden. Viele Jugendliche wie Eve Bogula und Hanni Trostorff erzählen offen, was sie im Netz erleben, und machen damit das Problem sichtbar.