Eine Dokumentationsstelle in Österreich hat 2025 so viele Fälle von antimuslimischem Rassismus registriert wie nie zuvor.
Die Dokumentationsstelle Islamfeindlichkeit und antimuslimischer Rassismus hat im Jahr 2025 insgesamt 1.684 Vorfälle gezählt – ein Höchstwert. Dazu gehört auch ein rassistisch motivierter Mord in Wien-Donaustadt, bei dem ein Mann seinen Nachbarn erschoss. 63 Prozent der Fälle passierten online, zum Beispiel in sozialen Medien.
Es gibt Stellen, die Betroffene unterstützen. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft und die Rechtsberatung der Dokustelle Österreich bieten Beratung an, zum Beispiel für Frauen, die laut Hüseyin Günes "eine besondere Vulnerabilität" haben. Die Expertinnen und Experten fordern außerdem einen Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus und mehr Sensibilisierung bei staatlichen Stellen.
Du kannst etwas tun, indem du dich informierst und hinschaust, statt wegzuschauen. Wenn du antimuslimischen Rassismus im Internet oder im Alltag siehst, kannst du die Beratungsstellen kontaktieren oder Betroffene unterstützen. In der Schule oder im Freundeskreis kannst du klar machen, dass solche Aussagen nicht okay sind. Wichtig ist auch: Wenn du selbst betroffen bist, hol dir Hilfe – zum Beispiel bei der Dokustelle Österreich.
