Der britische Politiker Andy Burnham wird neuer Vorsitzender der Labour-Partei und damit neuer Premierminister von Großbritannien.

Stell dir vor, in deiner Klasse wählt jede Schülergruppe ihren Anführer. In der britischen Labour-Partei läuft das ähnlich: Die Abgeordneten dürfen sagen, wen sie als neuen Chef wollen. Andy Burnham hat jetzt so viele Stimmen bekommen, dass kein anderer Kandidat mehr eine echte Chance hat. Insgesamt haben ihm 349 von 403 möglichen Abgeordneten ihr Vertrauen ausgesprochen.

Wer antritt, muss mindestens 81 Stimmen sammeln, also etwa ein Fünftel der Abgeordneten. Diese Hürde hat Burnham schon lange geknackt. Andere mögliche Bewerber haben inzwischen abgesagt, unter ihnen Al Carns, der früher im Verteidigungsministerium gearbeitet hat, und Wes Streeting, der frühere Gesundheitsminister. Damit bleibt Burnham allein im Rennen.

Das Besondere an dieser Wahl: Normalerweise dürfen am Ende alle Parteimitglieder abstimmen. Das fällt dieses Mal weg, weil klar ist, dass niemand mehr antreten kann. Bei einem Sonderparteitag am Freitag soll Burnham offiziell zum neuen Labour-Chef bestimmt werden. Danach übernimmt er am Montag das Amt des Premierministers von Keir Starmer.