In Deutschland haben sich über 130.000 Menschen einer Sammelklage gegen Amazon angeschlossen, weil der Konzern 2022 die Preise für Prime erhöht hat.

Stell dir vor, du zahlst für einen Streaming- und Versanddienst plötzlich mehr – und findest später heraus, dass die Erhöhung vielleicht gar nicht erlaubt war. Genau das passiert gerade mit Amazon Prime. Im Sommer 2022 hat Amazon den Jahrespreis für bestehende Mitgliedschaften von 69 Euro auf rund 89,90 Euro erhöht. Der Monatspreis stieg von 8 auf 9 Euro, der Studententarif von 3,99 auf 4,49 Euro. Die Verbraucherzentrale NRW findet: Diese Erhöhung war nicht rechtens, und deshalb klagt sie jetzt vor dem Oberlandesgericht Hamm.

Damit so eine Klage funktioniert, braucht sie möglichst viele Betroffene, die mitmachen. Über 130.000 Amazon-Prime-Kundinnen und -Kunden haben sich deshalb kostenlos in ein offizielles Register beim Bundesamt für Justiz eingetragen. Das ist so ähnlich wie eine Unterschriftenliste – nur mit juristischer Wirkung. Wer sich einträgt, muss am Ende nicht selbst vor Gericht ziehen, sondern bekommt im Erfolgsfall automatisch Geld zurück.