Im Streit um die Fluggastrechte haben die EU-Staaten ihre Pläne für strengere Regeln bei Entschädigungen fallen gelassen.

Kurz vor der Sommerurlaubssaison haben sich die EU-Staaten mit dem Europäischen Parlament geeinigt: Die bisherigen Regeln für Entschädigungen bei Flugverspätungen gelten im Wesentlichen weiter. Das bedeutet: Wenn dein Flug drei Stunden oder länger verspätet ist und die Airline schuld an der Verspätung ist, bekommst du weiterhin Geld zurück – zum Beispiel rund 400 Euro, wenn dein Flug bis zu 3.500 Kilometer lang ist.

Die EU-Staaten hatten ursprünglich verlangt, dass die Schwelle auf vier Stunden steigt und die Beträge sinken. Das haben sie nun aufgegeben. Politiker wie Andreas Schieder (SPÖ) und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) haben sich zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt.

Die Reform bringt außerdem ein paar Verbesserungen: Es soll einfacher werden, die Preise für Handgepäck zu vergleichen, und du sollst besser über deine Rechte als Fluggast informiert werden. Familien sollen leichter zusammensitzen können, und es wird genau aufgelistet, wann eine Airline wirklich nicht für eine Verspätung verantwortlich ist, etwa bei extremem Wetter.