In Deutschland bekommen mehr als 60 Prozent der älteren Frauen so wenig Rente, dass sie offiziell als arm gelten.

In Deutschland gibt es ein ernstes Problem mit Altersarmut – also Armut im Alter. Besonders betroffen sind Frauen. Mehr als 60 Prozent der Rentnerinnen haben 2025 so wenig gesetzliche Rente bekommen, dass sie unter der Armutsgrenze lagen. Bei Männern mit vielen Versicherungsjahren waren es nur 23,6 Prozent, bei Frauen mit 45 Versicherungsjahren sogar 52,4 Prozent.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rente für neue Rentnerinnen lag bei 1039 Euro im Monat. Männer bekamen im Schnitt 1415 Euro. Die Armutsgrenze liegt laut Bundesregierung bei 1446 Euro pro Monat. Wer weniger hat, gilt als armutsgefährdet.

Die Linke im Bundestag fordert deshalb eine solidarische Mindestrente. Das ist eine Rente, die garantiert über der Armutsgrenze liegt. Die Politikerin Sarah Vollath sagt, Altersarmut sei längst kein Randthema mehr, sondern ein echter Skandal in einem so reichen Land wie Deutschland.