In Sachsen-Anhalt verdienen viele Vollzeit-Beschäftigte so wenig, dass ihre Rente später kaum zum Leben reichen würde.

Was ist passiert? Die Bundesregierung hat geantwortet: Wer 45 Jahre lang Vollzeit arbeitet, braucht laut der Antwort einen Bruttolohn von etwa 3.771 Euro im Monat, damit die Rente später nicht unter der Armutsgrenze liegt. In Sachsen-Anhalt erreichen das aber nur rund 39 Prozent der Vollzeit-Beschäftigten – fast zwei Drittel also nicht. Von 503.000 Vollzeit-Beschäftigten dort sind rund 304.000 betroffen, wie aus Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht.

Wer hilft? Politikerinnen und Politiker wie Eva von Angern von der Linken im Landtag von Sachsen-Anhalt und der Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch machen auf das Problem aufmerksam. Sie fordern eine Lohnoffensive, damit Arbeit sich wieder lohnt, und wollen das Rentenniveau auf 53 Prozent anheben. Beide sagen: Alle Beschäftigten sollten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, nicht nur ein Teil.