In Albanien gehen seit Tagen tausende Menschen auf die Straße, weil an einer wunderschönen Küste riesige Luxus-Hotels gebaut werden sollen.

Was ist passiert? Seit Montag demonstrieren in der Hauptstadt Tirana tausende Menschen. Sie sind wütend, weil an der Narta-Lagune, einem besonderen Naturgebiet am Meer, große Luxus-Resorts entstehen sollen. Hinter dem Projekt steht eine Firma, die mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn des früheren US-Präsidenten Donald Trump, in Verbindung gebracht wird. Die Polizei hat bei den Protesten Wasserwerfer eingesetzt, weil es Zusammenstöße gab. Die Demonstrantinnen und Demonstranten rufen "Albanien steht nicht zum Verkauf" und fordern, dass die Regierung das Vorhaben stoppt.

Wer hilft? Viele Umweltorganisationen schlagen Alarm. In der Narta-Lagune leben seltene Tiere wie Flamingos, eine besondere Robbenart, Delfine und seltene Vögel. Auch auf der Insel Sazan, die zu einem Nationalpark gehört, soll ein riesiges Resort entstehen, das 1,4 Milliarden Euro kosten soll. In dem betroffenen Gebiet steht außerdem ein altes orthodoxes Kloster. Die Protestierenden bekommen in den sozialen Medien viel Unterstützung, und auch Journalistinnen und Journalisten berichten ausführlich. Es laufen Gerichtsverfahren, weil unklar ist, wem die Bauflächen eigentlich gehören.