In Ägypten wurde ein riesiges neues Hauptquartier für das Militär eingeweiht – es heißt "Octagon" und ist ungefähr so groß wie die Stadt Lissabon.
Was ist passiert? In Ägypten, östlich der Hauptstadt Kairo, gibt es jetzt ein riesiges neues Militärgebäude. Es heißt "Octagon" und ist mit rund 90 Quadratkilometern etwa so groß wie ganz Lissabon. Es soll eines der größten Militärgebäude der Welt sein und hat laut Schätzungen etwa 50 Milliarden Euro gekostet. Präsident al-Sisi, der seit einem Militärputsch im Jahr 2013 an der Macht ist, hat es jetzt offiziell eröffnet.
Wer hilft und was sagen Kritiker? In Ägypten gibt es gerade eine schwere Wirtschaftskrise, und das Land hat etwa 143 Milliarden Euro Schulden im Ausland. Viele Menschen in Ägypten sagen, dass Präsident al-Sisi mit seinen großen Bauprojekten, wie dem Octagon, zu viel Geld ausgibt, anstatt damit die Probleme der Bevölkerung zu lösen. Gleichzeitig sehen andere das neue Gebäude als wichtig an, weil Ägypten von Konflikten in Nachbarländern wie Gaza, dem Sudan und Libyen umgeben ist und eine starke Armee braucht.
