Der Tech-Riese ABB beteiligt sich an dem britischen Start-up Gridcog, das mit Software die Energiewende einfacher machen will.

Kennst du das: Du willst wissen, ob sich ein Solardach auf dem Haus wirklich lohnt? Genau dabei hilft Gridcog. Das Start-up baut eine Software, die schnell ausrechnet, wann sich ein Energiespeicher, eine Solaranlage oder eine Ladesäule für E-Autos wirklich rechnet – und wie viel CO2 dabei eingespart wird. So kann man verschiedene Ideen am Computer durchspielen, bevor man baut. Gridcog wurde 2020 in Australien gegründet, sitzt heute in Großbritannien und hat Büros in Berlin, Madrid, Perth und Melbourne. Kunden wie Shell, Octopus Energy, Amazon, EY und PwW arbeiten bereits damit.

Jetzt steigt ABB mit ein. ABB ist ein riesiger Schweizer Technologiekonzern, der zum Beispiel Ladestationen, Roboter und Elektrotechnik baut. Über seine eigene Investoren-Einheit, ABB Electrification Ventures, führt ABB die neue Finanzierungsrunde an. Das bedeutet: ABB gibt Geld, wird Miteigentümer und will gleichzeitig die Software Kunden in aller Welt schmackhaft machen. Daneben legen auch DNV, Axpo und die österreichische Verbund-Gruppe Geld nach. Schon seit 2010 steckt ABB Ventures rund 500 Millionen US-Dollar in junge Firmen, allein seit 2021 waren es 110 Millionen US-Dollar in 16 Start-ups.