Vor 80 Jahren hat ein französischer Ingenieur ein Kleidungsstück erfunden, das bis heute den Sommer prägt – und anfangs einen Riesenaufstand auslöste.

Was passiert ist? Im Sommer 1946 zeigte der Franzose Louis Réard in Paris zum ersten Mal einen Bikini – also einen zweiteiligen Badeanzug mit freiem Bauch. Er suchte lange ein Model, aber keine wollte das gewagte Stück tragen. Also trat die Tänzerin Micheline Bernardini an der Piscine Molitor vor die Presse. Der Name "Bikini" kommt übrigens von einer Insel im Pazifik, auf der die USA kurz zuvor eine Atombombe getestet hatten.

Wer hat geholfen? Erst Stars wie Brigitte Bardot und Marilyn Monroe machten den Bikini in den 1950er-Jahren populär. Bond-Star Ursula Andress trug 1962 im Film "Dr. No" einen berühmten Bikini, der bis heute als "Dr. No-Bikini" bekannt ist. Auch die Modepresse normalisierte das Kleidungsstück: Diana Vreeland von "Harper's Bazaar" nannte den Bikini "das Wichtigste seit der Atombombe". In Benidorm in Spanien setzte sich sogar der Bürgermeister persönlich auf seine Vespa, um den Bikini bei der Regierung durchzusetzen.