Die EU hat den Online-Marktplatz AliExpress bestraft, weil dort gefährliche Sachen verkauft wurden.
Was ist passiert? Die EU-Kommission hat am Montag, dem 20. Juli 2026, ein Bußgeld von 550 Millionen Euro gegen AliExpress verhängt. AliExpress ist ein großer Online-Marktplatz aus China, auf dem man viele Produkte günstiger als anderswo kaufen kann. Die EU sagt: Auf der Plattform wurden zu lange gefährliche Produkte verkauft, zum Beispiel Spielzeug mit verschluckbaren Kleinteilen, Kosmetik mit verbotenen Stoffen und gefälschte Markenkleidung. Das Bußgeld von 550 Millionen Euro ist die höchste Strafe, die die EU je unter dem Digital Services Act (DSA), also dem EU-Gesetz für digitale Plattformen, verhängt hat. Zuvor hatte die EU schon X (ehemals Twitter) und Temu bestraft.
Wer hilft? In dem Verfahren haben mehrere Stellen mitgearbeitet. Die EU-Kommission hat den Fall im März 2024 eröffnet und eineinhalb Jahre lang geprüft. Verbraucherschützer wie der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Handelsverband Deutschland haben sich für strengere Regeln eingesetzt und die Entscheidung ausdrücklich unterstützt. Auch die für den DSA zuständige Vizepräsidentin Henna Virkkunen hat klargestellt, dass Größe keine Ausrede sei: Wenn eine Plattform in Europa Millionen Produkte verkaufe, müsse sie auch für deren Sicherheit sorgen. Die EU hat außerdem angekündigt, dass AliExpress bis Oktober einen verbindlichen Plan vorlegen muss, wie die Probleme dauerhaft abgestellt werden – sonst drohen weitere tägliche Strafen.
