In Brandenburg wurden 2025 insgesamt 461 antisemitische Vorfälle gezählt, darunter Beleidigungen, Bedrohungen und Sachbeschädigungen.

Was ist passiert? Eine Stelle, die solche Vorfälle in Brandenburg zählt, hat für das Jahr 2025 insgesamt 461 Fälle registriert. Das sind 23 weniger als im Jahr davor. Trotzdem ist die Zahl weiter hoch. Die meisten Fälle waren Beleidigungen (366), es gab aber auch 58 Bedrohungen und 43 Sachbeschädigungen. Konkret wurde zum Beispiel im Januar 2025 eine Jüdin in Oranienburg nahe der Synagoge mit Tomaten beworfen, und im September 2024 rief ein Mann vor der Synagoge in Cottbus „Juden erschießen".

Wer hilft? Die Fachstelle für Antisemitismus, die es seit 2019 in Brandenburg gibt, dokumentiert die Vorfälle und arbeitet mit Initiativen wie der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus zusammen. Der Staatssekretär Johannes Wagner hat dazu aufgerufen, dass alle Menschen mit Anstand und Verstand geschlossen gegen Antisemitismus stehen sollen. Ministerien und zivilgesellschaftliche Organisationen bieten außerdem Beratung für Betroffene an.