Am Samstag sind Zehntausende in Wien über den Ring gezogen, um für die Rechte von queeren Menschen zu feiern und zu demonstrieren.

Die Regenbogenparade ist ein großer Umzug, bei dem jedes Jahr viele Menschen für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Personen auf die Straße gehen. 2026 findet sie schon zum 30. Mal statt, das Motto lautet "Sichtbar seit 1996". Erstmals zogen bunt gekleidete Menschen und geschmückte Wagen 1996 über Wiens Ringstraße, um für gleiche Rechte zu kämpfen. Heuer kamen wieder Zehntausende, obwohl es zwischendurch heftig regnete. Veranstalterin Katharina Kacerovsky-Strobl sagte: "Es sind aber alle geblieben."

Zwei Männer haben die Parade in Wien damals mit erfunden: Andreas Brunner, der heute das Zentrum für queere Geschichte Qwien leitet, und Christian Michelides. Brunner erzählte, wie ihn 1994 in New York etwa 800.000 queere Menschen bei der Stonewall-25-Parade tief beeindruckt haben. Michelides sagte damals scherzhaft, er würde die Parade notfalls "allein mit meinem Hund Bobi über den Ring" anmelden. Inzwischen kommen regelmäßig bis zu 300.000 Menschen.