Das österreichische Parlament hat zwei neue Schulfächer eingeführt, die ab dem nächsten Schuljahr unterrichtet werden sollen.

Was ist passiert? Der Nationalrat – das ist das österreichische Parlament – hat zwei neue Fächer beschlossen: "Medien und Demokratie" (zwei Wochenstunden) und "Informatik und Künstliche Intelligenz" (eine Wochenstunde). Diese Fächer sollen Schülerinnen und Schüler auf Themen vorbereiten, die im Alltag immer wichtiger werden. Bildungsminister Christoph Wiederkehr von der Partei NEOS sagt, die Reform stärke die humanistische Bildung und gebe Schulen mehr Freiheiten. Gleichzeitig sollen die neuen Stunden grundsätzlich zulasten der zweiten Fremdsprache oder von Latein gehen. Schulen können diese Fächer aber im bisherigen Umfang behalten, wenn sie wollen.

Die Opposition – also die Parteien, die nicht in der Regierung sind – kritisiert die Reform. Hermann Brückl von der FPÖ nennt sie eine "staatlich verordnete Nivellierung nach unten". Damit meint er, dass das Niveau an den Schulen sinken könnte. Auch Sigrid Maurer von den Grünen spricht von einer "PR-Show", also einer Inszenierung ohne echten Inhalt. Sie kritisiert, dass das Gesetz nicht genau festlegt, was in den neuen Fächern unterrichtet werden soll.

Aus der Regierungskoalition kommt Zustimmung: VP-Generalsekretär Nico Marchetti nennt den Beschluss einen "sehr guten Kompromiss". NEOS-Politikerin Martina von Künsberg Sarre sagt, dass sich Lehrpläne immer wieder verändert hätten – das sei ganz normal.

Was bedeutet das für dich? Wenn du bald zur Schule gehst oder schon dort bist, könntest du ab dem nächsten Schuljahr eines dieser neuen Fächer im Stundenplan haben. Besonders "Medien und Demokratie" könnte spannend werden, weil du dort lernst, wie Medien funktionieren und wie Demokratie entscheidet. "Informatik und Künstliche Intelligenz" bereitet dich auf den Umgang mit Computern und KI vor – Fähigkeiten, die in vielen Berufen wichtig sind.