Vor zehn Jahren haben die Menschen in Großbritannien darüber abgestimmt, ob ihr Land die EU verlassen soll – und sie haben mit Ja gestimmt.

Am 23. Juni 2016 haben die Britinnen und Briten abgestimmt: Soll das Vereinigte Königreich in der EU bleiben oder nicht? 51,9 Prozent haben sich für den Austritt entschieden. Das war eine sehr knappe Mehrheit. Viele Menschen wollten, dass Großbritannien wieder mehr selbst über Migration und Handel entscheiden kann, ohne dass Brüssel mitredet.

Nach einer Übergangsphase ist Großbritannien Anfang 2021 aus der Zollunion und dem EU-Binnenmarkt ausgetreten. Das bedeutet: Waren werden an der Grenze kontrolliert und verzollt. Für viele Unternehmen ist das komplizierter und teurer geworden.

Seit dem Brexit hat sich auch die Einwanderung verändert. Weil die Freizügigkeit in der EU wegfällt, kommen weniger Menschen aus EU-Ländern nach Großbritannien, dafür mehr aus Ländern außerhalb der EU. Das britische Handelsdefizit bei Waren ist seitdem gestiegen.