Die Wirtschaft in Österreich hat sich ein kleines Stück erholt, ist laut Expertinnen und Experten aber immer noch schlecht gelaunt.

Die Analystinnen und Analysten der Bank Austria schauen jeden Monat, wie es den Firmen in Österreich geht – so ähnlich wie ein Stimmungsbarometer. Mitte des zweiten Quartals 2026 – also ungefähr im Juni – haben sie gemessen, dass die Stimmung etwas besser ist als nach dem Schock durch den Iran-Krieg im Frühjahr. „Trotzdem sind alle Bereiche der Wirtschaft noch pessimistisch“, sagt Chefökonom Stefan Bruckbauer. Pessimistisch bedeutet: Die Firmen rechnen eher mit schlechten Zeiten als mit guten.

Ein Grund für die schlechte Laune sind hohe Energiepreise – also teures Gas, Strom und Öl – und stark gestiegene Löhne aus den letzten Jahren. Besonders betroffen sind das Baugewerbe, Hotels und Restaurants, Speditionen und Lager sowie Reisebüros. Die Industrie hat sich in den letzten drei Monaten zwar leicht erholt, liegt aber trotzdem weit unter ihrem Durchschnitt der vergangenen Jahre. „Die Stimmung im Dienstleistungssektor und am Bau ist sogar noch schlechter als im Monat davor“, heißt es in der Analyse.