Ein heimlich aufgenommenes Gespräch bringt den Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien, Walter Ruck, in Bedrängnis – und auch die Wiener ÖVP muss sich fragen lassen, wie sie mit Macht und Personalentscheidungen umgeht.
Was ist passiert? Die Zeitungen „Krone" und „profil" haben Teile aus einem Gespräch veröffentlicht, das Walter Ruck, der Präsident der Wirtschaftskammer Wien, in einer kleinen Runde geführt haben soll. Darin erzählt er anscheinend abfällig darüber, wie eine Funktionärin der Partei auf eine Kandidatur bei der Wien-Wahl 2025 verzichtet hat – zugunsten eines Sohns von Ruck. Wörtlich soll er gesagt haben: „Die Margarete [...] hat einen Befehl bekommen, sie hat salutiert und hat gesagt: Okay, ich verzichte." Das klingt so, als sei die Entscheidung nicht freiwillig gewesen. Die Funktionärin selbst, Margarete Kriz-Zwittkovits, sagt allerdings: Das war meine freie Entscheidung, und ich wurde nie von Ruck dazu gedrängt.
