Iran sagt: Die Meerenge am Persischen Golf soll künftig von uns verwaltet werden.
Die Straße von Hormuz ist eine schmale Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Durch sie fließt ein riesiger Teil des weltweiten Öls mit Schiffen von einem Meer ins andere. Wenn ein Land diese Stelle kontrolliert, hat es großen Einfluss auf den Welthandel und die Energiepreise.
Der iranische Chefunterhändler Mohammad Baqer Qalibaf hat am Dienstag erklärt, dass die Meerenge nicht mehr so sein werde wie vor dem Krieg. Stattdessen solle sie nach dem Völkerrecht vom Iran verwaltet werden. Das hat die iranische Nachrichtenagentur IRNA berichtet.
Das bedeutet: Der Iran will dauerhaft mitbestimmen, wer dort Schiffe fahren lässt, wer anhalten muss und wer durchfahren darf. Solche Entscheidungen betreffen am Ende auch Tankstellenpreise und Lieferketten in Europa.
In den Gesprächen versuchen zwei Länder zu helfen: Katar und Pakistan. Sie stehen als Vermittler bereit und wollen, dass es innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung gibt. Sie reden also mit dem Iran und mit anderen beteiligten Staaten, um eine Lösung zu finden, mit der alle Seiten leben können.
