Eine neue ZDF-Doku zeigt, dass viele Jugendliche viel früher mit Pornos in Berührung kommen, als Eltern denken – und gibt Tipps, wie man damit umgehen kann.

Was ist passiert? Das ZDF hat am 2. Juni 2026 die Dokumentation „Generation Porno" gezeigt. Darin geht es um eine Studie der Landesanstalt für Medien NRW. Das Ergebnis: 32 Prozent der Kinder zwischen 11 und 13 Jahren und 56 Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren hatten schon Kontakt mit Pornos. Das passiert oft nicht, weil jemand aktiv sucht – sondern über Klassen-Chats, Direktnachrichten oder Social Media. Manchmal werden auch eigene Nacktbilder weitergeschickt, obwohl sie nur an eine Person gehen sollten. Viele Jugendliche halten Pornos laut der Studie für realistisch (75 Prozent), obwohl sie stark inszeniert sind.

Wer hilft? In der Doku kommen zwei Expertinnen und Experten zu Wort. Der Kriminalhauptkommissar Eric Dieden warnt davor, dass Kinder viel zu früh mit harten Inhalten konfrontiert werden und sich dadurch ihr Bild von Frauen und Sexualität verzerren kann. Die Sexualpädagogin Madita Oeming sagt: Pornos sind Fantasyfilme für Erwachsene und keine Anleitung dafür, wie Sex „richtig" funktioniert. Sie findet: Man muss nicht ins Detail erklären, sondern nur zeigen, dass das nicht die echte Welt ist.