Eine 22-jährige Frau soll in Tirol Sozialleistungen bekommen haben, die ihr nicht in voller Höhe zustanden – jetzt ermittelt die Polizei.

Stell dir vor, du brauchst Geld vom Staat, weil du gerade nicht über die Runden kommst. Das kann zum Beispiel die Mindestsicherung sein. Die ist dafür da, dass alle Menschen in Österreich ein Mindestmaß an Geld zum Leben haben. Damit das fair bleibt, prüfen Behörden genau, wer wie viel bekommt. In Tirol soll eine 22-jährige Frau laut Polizei aber falsche Angaben gemacht haben – zum Beispiel zu ihrer Wohnsituation. So soll sie sich einen höheren Betrag erschlichen haben, also Geld, das ihr nicht wirklich zustand. Insgesamt geht es laut Polizei um knapp 10.800 Euro.

Was passiert, wenn jemand so etwas macht? Das ist kein Kavaliersdelikt, also keine kleine Sünde, sondern ein echtes Vergehen. Die Polizei nennt das Sozialleistungsbetrug. Dafür kann man eine Strafe bekommen, zum Beispiel eine Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe. Außerdem muss man das Geld, das man zu viel bekommen hat, meistens zurückzahlen. In Österreich gibt es deshalb eine eigene Einheit, die solche Fälle aufklärt: die Task Force SOLBE. Die hat laut Berichten im letzten Jahr ungefähr 158 Millionen Euro Schaden aufgedeckt – also Beträge, die zu Unrecht ausgezahlt wurden.