Die Vereinten Nationen wollen bis 2027 Regeln festlegen, nach denen Werkstätten Verbrennerautos auf Elektro umbauen dürfen.

Stell dir vor, dein alter Benziner fährt irgendwann mit Strom – und du musst dafür nicht ein neues Auto kaufen. Genau das will die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa, kurz UNECE, möglich machen. Eine Arbeitsgruppe arbeitet daran, weltweit einheitliche Regeln für solche Umrüstungen aufzustellen. Das Ziel: bis 2027 soll ein gemeinsames Regelwerk stehen, das in 64 Ländern gilt, darunter die ganze EU, Großbritannien, Japan und Südkorea. Die nächste Sitzung der Gruppe ist am 11. Juni.

Wichtig ist: Umrüsten sollen nur Werkstätten, die dafür eine offizielle Erlaubnis haben. Es soll Mindeststandards für die Umrüst-Bauteile geben und klare Vorgaben, welche Leistung das umgebaute Auto haben muss. In Deutschland ist das heute noch ein bürokratischer Sonderweg mit einer teuren Einzelabnahme. In Frankreich gibt es seit 2020 zwar schon ein vereinfachtes Verfahren, wirklich durchgesetzt hat es sich aber nicht. Mit einer UN-Regelung könnten Länder diese Standards direkt übernehmen und es Anbietern leichter machen.