In Teilen Österreichs und in München ist es so trocken wie seit über 100 Jahren nicht mehr – deshalb bitten viele Gemeinden die Menschen, weniger Wasser zu verbrauchen.

Im ersten Halbjahr 2026 hat es in manchen Regionen Österreichs bis zu 50 Prozent weniger geregnet als sonst. Deshalb sind Flüsse und Seen viel leerer als normal. Wissenschaftler sagen: Im Wiener Becken und in Teilen von Salzburg, Nieder- und Oberösterreich war es die trockenste Zeit seit 140 Jahren. Der Wasserforscher Günter Blöschl von der TU Wien sagt dazu: „Es ist eine Tatsache, dass das Jahr sehr ungewöhnlich ist." Auch die kommenden Tage bleiben laut Wetterbericht eher trocken und heiß, mit Temperaturen bis zu 34 Grad.

Viele Städte und Gemeinden versuchen jetzt zu helfen. In Griffen in Kärnten darf man zum Beispiel keine Pools mehr befüllen – wer das trotzdem macht, muss bis zu 2.180 Euro Strafe zahlen. In München in Deutschland hat die Stadt sogar für zwei Wochen verboten, Gärten zu gießen oder Autos zu waschen. In Gaishorn am See in der Steiermark wird das Wasser nachts abgedreht, damit die großen Wasserbehälter sich wieder füllen können. Und in Wien sagen die Verantwortlichen: Die Wiener Wasserversorgung ist sicher.