Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September will die AfD auf einem Parteitag in Magdeburg zeigen, was sie als Regierung ändern würde.
Die AfD trifft sich am Wochenende in Magdeburg. Auf dem Parteitag geht es um das 100-Tage-Programm – also den Plan, was direkt nach einer Wahl passieren soll. Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sagt oft: "Wir wollen dieses Land vom Kopf auf die Füße stellen." Er ist 35 Jahre alt. Im Wahlkampf geht es um die Landtagswahl am 6. September 2026.
Was die AfD ändern will, ist viel: Die Kindergärten sollen kostenlos werden, das Mittagessen in Kitas ebenfalls. Das würde laut Schätzungen mehrere hundert Millionen Euro kosten. Außerdem will die Partei mindestens ein Ministerium auflösen, die Werbekampagne des Landes von "#moderndenken" zu "#deutschdenken" umtaufen und die Lehrpläne ändern – mit mehr Inhalten über das Deutsche Reich.
Aber: Nicht alles, was eine Partei will, kann ein Bundesland allein entscheiden. Die AfD will zum Beispiel das Grundrecht auf Asyl abschaffen. Das geht nur im Bund, nicht in Sachsen-Anhalt. Auch der Rundfunkstaatsvertrag, der den MDR (Mitteldeutscher Rundfunk) trägt, kann nicht einfach von einem Land gekündigt werden – das wäre ohne Beispiel. Selbst wenn die AfD gewinnt, hätte sie im Bundesrat keine Mehrheit.
