Auf Befehl der US-Regierung hat das KI-Unternehmen Anthropic seine stärksten Modelle Fable 5 und Mythos 5 weltweit ausgeschaltet – nun kämpft das Unternehmen vor Gericht darum, sie wieder freigeben zu dürfen.

Was ist passiert? Das US-Handelsministerium hat dem US-Unternehmen Anthropic verboten, ausländische Personen – auch eigene Mitarbeiter mit ausländischem Pass in den USA – die fortschrittlichsten KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 nutzen zu lassen. Begründung: nationale Sicherheit. Da sich Nutzer aus aller Welt technisch nicht so schnell trennen ließen, hat Anthropic beide Modelle kurzerhand für alle abgeschaltet. Auch Nutzer in Deutschland können sie derzeit nicht verwenden. Die anderen Claude-Modelle, die weniger leistungsfähig sind, funktionieren laut Anthropic weiterhin normal. Hintergrund ist ein längerer Streit: Anthropic hatte sich geweigert, seine KI für Massenüberwachung und vollautonome Waffensysteme freizugeben, und war daraufhin vom Pentagon als Lieferketten-Risiko eingestuft worden – eine juristisch sehr schwerwiegende Kategorie. Das Unternehmen klagt jetzt gegen diese Einstufung und will auch die Export-Anordnung vor Gericht anfechten.