FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina erklärt, warum das Tor von Jonathan Tah im WM-Spiel Deutschland gegen Paraguay zurückgenommen wurde.

Was ist passiert? Deutschland spielte bei der WM im Achtelfinale gegen Paraguay. In der Verlängerung köpfte Jonathan Tah den Ball nach einer Ecke ins Tor – doch der Treffer wurde nicht gegeben. Der Videoassistent, kurz VAR, hatte gesehen, dass ein deutscher Spieler den paraguayischen Torhüter vor der Ecke behindert hatte. Deshalb sagte der Schiedsrichter: Foulspiel, kein Tor. Am Ende verlor Deutschland das Spiel im Elfmeterschießen und schied aus der WM aus. Viele Fans fanden die Entscheidung ungerecht, weil sie sehr knapp war.

Wer hilft, das zu verstehen? FIFA-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat danach erklärt, wie die Regel gemeint ist. Er sagt: Nur dazustehen ist noch kein Foul. Aber wenn ein Spieler sich absichtlich so hinstellt, dass er den Torhüter beim Fangen des Balls stört, ist das ein Foul. Schiedsrichter und VAR sollen in solchen Fällen genau hinschauen und eingreifen. Auch Experten im deutschen Fernsehen wie Patrick Ittrich haben gesagt, dass die Entscheidung für sie kein klarer Fehler war.