Russland gibt offiziell zu, dass die eigene Ölproduktion seit Jahresbeginn sinkt – und nennt als Grund "ungeplante Wartungsarbeiten".
Was ist passiert? Auf einem großen Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg hat der russische Vizeregierungschef Alexander Novak eingeräumt, dass Russland derzeit weniger Öl fördert als noch zu Jahresbeginn. Moskau erklärt das mit "ungeplanten Wartungsarbeiten" an Raffinerien. Gleichzeitig greift die Ukraine seit Monaten mit Drohnen russische Ölanlagen an, um eine wichtige Geldquelle für den Krieg zu schwächen. Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) haben ausgerechnet: Im April 2026 hat Russland im Vergleich zum Vorjahr rund 460.000 Barrel Öl pro Tag weniger gefördert – insgesamt etwa 8,8 Millionen Barrel pro Tag.
Wer hilft? In Russland selbst versuchen Regierung und Energiekonzerne, die Schäden an den Anlagen zu reparieren und die Förderung wieder hochzufahren. Novak sagt, sobald die Raffinerien wieder richtig laufen, werde die Produktion auf das alte Niveau steigen. Gleichzeitig arbeiten westliche Länder und internationale Organisationen wie die IEA daran, die Entwicklungen auf dem Ölmarkt genau zu beobachten, damit Engpässe und Preisveränderungen früh erkannt werden.
