Eine große Hilfsorganisation in Wien warnt: Die Zahl der Menschen ohne Wohnung steigt – und der Sommer macht die Lage besonders hart.

Was ist passiert? Die Chefin der Wiener Organisation neunerhaus, Elisabeth Hammer, hat gesagt: Wir müssen leider damit rechnen, dass in Österreich noch mehr Menschen ohne Wohnung oder obdachlos sein werden. Der Grund: Die Mieten steigen schneller als die Einkommen, vor allem in den günstigen Wohnungen. Gleichzeitig bekommen immer mehr Menschen nur einen befristeten Mietvertrag – das heißt, sie wissen nicht, wie lange sie bleiben können. Auch die Hilfsorganisation neunerhaus bekommt weniger Geld vom Staat, obwohl die Probleme der Menschen, die zu ihnen kommen, schwieriger werden. Im Sommer kommt etwas Wichtiges dazu: Wenn es sehr heiß wird, leiden Menschen auf der Straße besonders, weil sich zum Beispiel Wunden oder Entzündungen bei Hitze verschlimmern.

Wer hilft? Es gibt viele Anlaufstellen. Die Organisation neunerhaus in Wien berät Menschen ohne Wohnung. Die BAWO ist ein Dachverband, also ein Zusammenschluss vieler solcher Hilfsorganisationen in ganz Österreich. In Wien gibt es den Wohnschirm, ein Programm, das Menschen eine Wohnung vermittelt – das soll nun verlängert werden. Es werden auch „kühle Zonen“ gefordert: Orte, an die Menschen an heißen Tagen hingehen können, ohne Geld ausgeben zu müssen. Politikerinnen und Politiker aus den zuständigen Ministerien für Wohnen (Andreas Babler) und Soziales (Korinna Schumann) sind bereits im Gespräch mit den Hilfswerken, meinen aber, dass mehr Geld und mehr Einsatz nötig sind.