Die Beauftragte für Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, hat einen neuen Jahresbericht vorgestellt - und zeigt, dass das Thema für viele Betroffene längst nicht vorbei ist.

Was ist passiert? Evelyn Zupke, die offizielle Beauftragte für Opfer der SED-Diktatur, hat am Mittwoch ihren Jahresbericht mit dem Titel „Der lange Schatten der SED-Diktatur" vorgestellt. Darin beschreibt sie, dass viele Menschen auch Jahrzehnte nach dem Ende der DDR noch unter den Folgen politischer Verfolgung leiden. Betroffen sind zum Beispiel frühere politische Häftlinge, ehemalige Heimkinder, Zwangsausgesiedelte, Opfer von Zwangsadoptionen und Menschen, die in Haft zur Arbeit gezwungen wurden.

Wer hilft? Es gibt in Deutschland verschiedene Anlaufstellen, die sich um diese Menschen kümmern. Dazu gehören der bundesweite Härtefallfonds, Beratungsstellen für Opfer politischer Verfolgung und Initiativen, die sich für die Aufklärung über die SED-Diktatur einsetzen. Zupke lobte Fortschritte bei Entschädigungen und bei der Anerkennung von Gesundheitsschäden. Gleichzeitig forderte sie, dass besonders Opfer von DDR-Zwangsdoping, also Menschen, die ohne ihr Wissen zu Dopingmitteln gezwungen wurden, endlich bessere Hilfe bekommen.