Serien über reiche Familien und Dynastien sind gerade überall - und ihr alle guckt sie.
Vielleicht habt ihr gerade "Bridgerton" durchgesuchtet oder streamt die neue "Gilded Age"-Staffel. Damit seid ihr nicht allein, denn solche Familienserien boomen gerade richtig. Auch die alten Klassiker wie "Dallas" oder "Der Denver-Clan" gehören dazu, genauso wie "Succession", die Geschichte einer mächtigen Medienfamilie. Sogar die ZDF-Kostümserie "The Forsytes - Familie verpflichtet" erzählt von einer Familie im viktorianischen London, deren harmonische Fassade langsam Risse bekommt.
Die Medienforscherin Daniela Schlütz von der Filmuniversität Babelsberg erklärt, warum uns diese Stoffe so fesseln. Sie sagt: "Jede Serie über eine Dynastie ist eine Familienserie, aber nicht jede Familienserie befasst sich mit Dynastien." Es gehe meistens um ein spannendes Grundthema: Was ist wichtiger - das Wohl der Familie oder die eigenen Wünsche? Dieses ewige Tauziehen zwischen Pflicht und Freiheit macht solche Geschichten spannend, egal ob in der viktorianischen Zeit, im New York des 19. Jahrhunderts oder in der heutigen Medienwelt.
