Ein Hacker hat das digitale Grundbuch von Rumänien lahmgelegt – deshalb steht der gesamte Immobilienmarkt still.

Was ist passiert? Seit dem 14. Juli 2026 funktioniert das Online-System der rumänischen Grundbuchbehörde ANCPI nicht mehr. Notare können keine Wohnungen mehr verkaufen oder Hypotheken eintragen, und Bürgerinnen und Bürger bekommen keinen Auszug aus dem Grundbuch. Pro Jahr werden in Rumänien zwischen 150.000 und 170.000 Wohnungen verkauft – diese Geschäfte sind gerade alle blockiert. Schuld ist laut dem Cybersecurity-Unternehmen KELA ein Hacker mit dem Online-Namen „ByteToBreach“, der aus Algerien kommen soll. Er habe sich mit echten Zugangsdaten ins System eingeloggt und nach einer gescheiterten Erpressung große Teile der Daten gelöscht. Die nationale Cybersicherheitsbehörde DNSC hatte die ANCPI nach eigenen Angaben zuvor schon auf Sicherheitslücken hingewiesen.

Wer hilft? Die ANCPI selbst arbeitet daran, alles wiederherzustellen. Die Behörde sagt, sie habe Sicherheitskopien an mehreren Orten aufbewahrt. Daraus werde das gesamte Netz jetzt Stück für Stück neu aufgebaut. Auch die rumänische Website der Behörde läuft inzwischen wieder. Zusätzlich hat KELA den Hacker namentlich benannt, was die Ermittlungen erleichtern soll. Die nationale Cybersicherheitsbehörde DNSC unterstützt die ANCPI bei der Aufarbeitung.