Die USA ziehen sich aus den Friedensgesprächen für die Ukraine zurück, und Russland schlägt einen umstrittenen deutschen Ex-Kanzler als Vermittler vor – die EU sagt Nein und setzt auf eigene Stärke.
Stell dir vor, zwei Länder streiten sich heftig, und ein drittes Land will vermitteln. So war die Lage im Ukraine-Krieg: Die USA haben versucht, einen Friedensplan auszuhandeln. Aber dieser Plan ist gescheitert, und die USA haben keine Lust mehr, weiter zu vermitteln. Sie haben sogar ihre Waffenlieferungen an die Ukraine gestoppt. Jetzt schlägt Russlands Präsident Putin einen neuen Vermittler vor: Gerhard Schröder, einen ehemaligen deutschen Bundeskanzler, der früher für russische Firmen gearbeitet hat. Die EU findet das keine gute Idee.
Die Europäische Union lässt die Ukraine aber nicht im Stich. Sie hat bereits einen riesigen Kredit von 90 Milliarden Euro gegeben und ist damit die wichtigste Geldgeberin. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagt klar: Europa steht auf der Seite der Ukraine und kann deshalb kein neutraler Schlichter sein. Sie warnt davor, dass Russland nur darüber reden will, wer verhandeln darf, um Europa in eine Falle zu locken. Stattdessen fordert sie direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine. Auch die Außenministerin von Österreich, Beate Meinl-Reisinger, sieht, dass die Ukraine stärker geworden ist und die Sanktionen in Russland wirken.
Was kannst du tun? Auch wenn der Krieg weit weg ist, kannst du dich informieren und mit anderen darüber sprechen. Achte darauf, Nachrichten aus vertrauenswürdigen Quellen zu lesen, und lass dich nicht von einfachen Schuldzuweisungen täuschen. In der Schule oder im Freundeskreis könnt ihr überlegen, was Frieden eigentlich braucht – zum Beispiel Gerechtigkeit und Sicherheit für alle. Wenn du dich engagieren möchtest, gibt es Organisationen, die humanitäre Hilfe für die Ukraine leisten und bei denen du mithelfen kannst.
