Über 56.000 Leute haben im Mai eine Stunde lang Vögel in Gärten und Parks gezählt – das Ergebnis zeigt klare Veränderungen bei deutschen Vögeln.

Die Aktion hieß „Stunde der Gartenvögel“. Vom 8. bis 10. Mai meldeten Menschen in ganz Deutschland mehr als eine Million Vögel. Im Schnitt sah jeder Garten etwa 28 Vögel, vor ein paar Jahren waren es noch 34.

Der Haussperling – den du wahrscheinlich als Spatz kennst – ist immer noch der häufigste Vogel, aber die Zahl sank um 9 Prozent. Sein Verwandter, der Feldsperling, hat 6 Prozent verloren. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn sogar Spatzen weniger werden, stimmt etwas in unserer Umgebung nicht.

Noch stärker traf es den Mauersegler: Er wurde 25 Prozent seltener gesehen. Auch die Mehlschwalbe verlor 12 Prozent. Beide Vögel bauen ihre Nester an Gebäuden und fressen Insekten. Weniger Insekten und moderne Haussanierungen, bei denen Nistplätze verschwinden, könnten dafür verantwortlich sein.