Am Dienstag haben Angestellte eines Linzer Chemieparks für zwei Stunden die Arbeit niedergelegt, um in Tarifverhandlungen mehr Druck zu machen.
In der chemischen Industrie in Österreich arbeiten über 50.000 Menschen. Ihre Löhne und Arbeitsbedingungen werden in sogenannten Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt. Aktuell gibt es Streit über die Höhe der Lohnerhöhung.
Die Gewerkschaften fordern 3,5 Prozent mehr Lohn dauerhaft. Die Arbeitgeber wollen nur eine einmalige Zahlung von 250 Euro. Sie sagen, dass die Firmen im Vergleich zu Deutschland an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.
Die Arbeitnehmervertreter sehen das anders: Sie verweisen auf steigende Aufträge und mehr Produktion in den Chemiefirmen. Deshalb sollen die Beschäftigten davon profitieren.
Der Warnstreik in Linz war nur der Anfang. In den nächsten Tagen werden in ganz Österreich viele große Chemiebetriebe bestreikt. Am 2. Juni gehen die Verhandlungen weiter. Dann wird sich zeigen, ob eine Einigung möglich ist.
