Bei den Wiener Festwochen verwandeln zwei Künstler Wagners uralte Oper „Parsifal" in eine ruhige Multimedia-Show mit künstlichen Bildern und viel Stille.
Bei den Wiener Festwochen in Wien wurde gerade eine ganz besondere Version von Richard Wagners Oper „Parsifal" gezeigt. Die Regisseurin Susanne Kennedy und der Videokünstler Markus Selg haben die fast fünfstündige Oper in eine ruhige Meditation verwandelt. Auf der Bühne stehen drei große Bildschirme, auf denen ständig neue Bilder laufen – viele davon wurden mit künstlicher Intelligenz am Computer erzeugt. In der Mitte der Bühne steht ein kleines Iglu-Zelt, drumherum Teppiche und Kanister. Der Hauptdarsteller Russell Thomas sitzt den größten Teil des Abends einfach nur auf einem Stein, manchmal mit dem Rücken zum Publikum. So entsteht ein sehr stiller, fast spiritueller Abend, der weniger wie eine klassische Oper wirkt und mehr wie ein digitales Ritual.
