Im Libanon wurde eine Waffenruhe zwischen Israel und der Regierung vereinbart – doch die mächtige Miliz Hisbollah lehnt sie ab, und die Kämpfe gehen weiter.

Was ist passiert? Israel und die libanesische Regierung haben sich in Washington auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Miliz Hisbollah war bei den Gesprächen gar nicht dabei und hat die Vereinbarung abgelehnt. Ihr Anführer Naim Kassim nennt das Abkommen eine „Farce und Erniedrigung“. In der Nacht hat die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten im Südlibanon abgefeuert, und Israel hat Stellungen der Hisbollah bombardiert. Bei den Angriffen wurden Menschen verletzt und getötet – auch ein UN-Friedenssoldat aus Serbien kam ums Leben.

Wer hilft? Die libanesische Regierung unter Ministerpräsident Nawaf Salam will die Waffenruhe durchhalten, auch wenn die Hisbollah sie ablehnt. Internationale Helfer sind im Einsatz: Die UN-Mission UNIFIL beobachtet das Grenzgebiet seit 1978, und die österreichischen Blauhelme sind seit 2011 Teil davon. US-Präsident Donald Trump sagt, die Hisbollah habe mit ihm gesprochen und die Idee eines Stopps nicht komplett abgelehnt. Er hat sich für Frieden im Libanon ausgesprochen.

Was kannst du tun? Solche Konflikte wirken oft weit weg, aber sie beeinflussen auch Diskussionen über Außenpolitik, Flucht und Sicherheit in Europa. Informiere dich aus seriösen Quellen wie Zeitungen, Rundfunk oder den Seiten des Auswärtigen Amtes. Hinterfrage Überschriften, die Angst machen, und tausche dich mit anderen aus – zum Beispiel in der Schule oder im Jugendzentrum. Wenn dich Nachrichten belasten, sprich mit jemandem, dem du vertraust.