In Australien ist zum ersten Mal auf dem Festland das Vogelgrippe-Virus H5N1 bei einem wilden Seevogel entdeckt worden.

Eine Raubmöwe, ein Zugvogel, der weit übers Meer fliegt, ist in einem abgelegenen Nationalpark an der Westküste Australiens gestorben. Tests haben gezeigt, dass sie das Virus H5N1 hatte. Australische Behörden haben den Fall am Samstag öffentlich gemacht und gleichzeitig gesagt: Es besteht derzeit kein Ansteckungsrisiko für Geflügel und kein Massensterben bei Vögeln.

In derselben Region wurde ein zweiter geschwächter Vogel gefunden, ein Riesensturmvogel. Bei ihm besteht ein Verdacht auf H5N1. Die Behörden untersuchen jetzt, wie das Virus nach Australien kommen konnte. Bisher hatte Australien als letzter Kontinent ohne H5N1 gegolten. Fachleute sagen aber, das sei über kurz oder lang zu erwarten gewesen, weil Zugvögel das Virus weltweit verbreiten.